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NEUES | RAUM | GEFÜHL

Vorwerk Teppichwerke - der neue Weg

Hameln, im Juni 2008 - Im Jahr 2008 feiern die Vorwerk Teppichwerke aus Hameln, einer der führenden deutschen Hersteller für hochwertige textile Bodenbeläge, ihr 125-jähriges Bestehen. Vorwerk, das bedeutet Eineinviertel Jahrhunderte Kreativität und höchster Anspruch an Qualität und Design. Dabei hat jede Zeit ihr eigenes Verständnis von Wohnen, Arbeiten und Leben. Die Produkte, die am Gestaltungsprozess dieser Lebensräume teilhaben, werden von wandelnden Stil- und Geschmacksströmungen sowie von den Anforderungen der nationalen und internationalen Märkte beeinflusst. Produkte wie Marken müssen sich immer wieder neu erfinden, sich neu beleben, um über die Zeit hinaus bestand zu haben.

Mit dem neuen Statement "Neues | Raum | Gefühl" starten die Vorwerk Teppichwerke in das Jubiläumsjahr 2008 und beschreiten damit einen neuen Weg, der das Unternehmen einmal mehr neu belebt und für eine erfolgreiche Zukunft in einem globalisierten Markt rüstet.

Interview mit Johannes Schulte
Vorsitzender der Geschäftsführung der Vorwerk Teppichwerke

Die Vorgeschichte: Der Markt für textile Bodenbeläge brach in den vergangenen Jahren dramatisch ein und erreichte 2005 seinen Tiefpunkt. Viele Hersteller verschwanden vom Markt. Wie sah es für die Vorwerk Teppichwerke aus?

Johannes Schulte: Ganz ehrlich? Zu diesem Zeitpunkt standen die Vorwerk Teppichwerke dichter am Aus, als alle es wahr haben wollten. Abwickeln - oder entwickeln? Die Antwort auf diese Frage war nicht nur von kaufmännischer, sondern auch von historischer Bedeutung. Denn die Teppichwerke sind die Wurzel, aus dem sich das heutige global agierende Unternehmen Vorwerk entwickelt hat. Dieses Bewusstsein und die Verantwortung für die Mitarbeiter führten schließlich zu einer Entscheidung, die so nur in einem Familienunternehmen denkbar ist. Denn nur hier ist die Erkenntnis, dass in Krisensituationen allein die unternehmerische Kraft entscheidet, eine durch viele Generationen gelebte Erfahrung. Und so lautete die Aufforderung des Familienunternehmers Dr. Jörg Mittelsten Scheid an die Geschäftsleitung: Handeln Sie wie ein Unternehmer. Tun Sie, was Sie für richtig halten. Wir geben ihnen die notwendigen Freiheiten.

Und Sie haben sich dieser Aufgabe gestellt?

Johannes Schulte: Ja, denn ich hatte viele Ideen und wollte diese auch realisieren. "Aufbruch und Anpacken" - das war die dringende Aufforderung an die Vorwerk Teppichwerke. Die ersten Schritte waren für alle schmerzlich, aber nötig. Raum für Kompromisse gab es nicht mehr. Im Grunde kam alles auf den Prüfstand, zuallererst die Prozesse, dann die Produkte.

Welches war damals Ihre wichtigste Entscheidung?

Johannes Schulte: Eine der wichtigsten Entscheidungen aus dieser Zeit war die konsequente Hinwendung zur Entwicklung von Teppichprodukten mit höchster Design-Qualität. Upgrading war gefordert und die Überzeugung, nur mit besonders wertigen Produkten nachhaltig voran zu kommen. Zwar hatten sich die Vorwerk Teppichwerke zu dieser Zeit schon den Ruf erarbeitet, beste Waren zu liefern, jedoch führte eine eingehende Analyse der Gestaltungsvarianten schnell zu der Erkenntnis, dass die Produkte zwar solide waren - solide in diesem Zusammenhang reichte in einem modisch geprägtem Markt nicht. Aktualität oder gar Modernität, Eigenständigkeit, Überraschungseffekt waren gefordert. Dieses Eingeständnis fiel nicht leicht. Es bedeutete den Abschied von liebgewordenen Gewohnheiten, von lange trainierten Denk-Mechanismen und von Erkenntnissen über Zielgruppen und Märkte, die bis dahin als gesichert galten.

Die Aussage "Vorwerk. Und der hält länger als uns lieb ist" hat sich also überlebt und ist nicht mehr zeitgemäß?

Johannes Schulte: Der technisch qualitative Wert unserer Produkte ist bewiesen und gelernt. Jetzt konzentrieren wir uns auf den emotionalen Wert. Dieses gelingt nur mit einer neuen kommunikativen Aussage und deutlich emotionaleren Produkten. Nachdem die schwere Aufgabe gelungen ist, unsere aktuellen Neuentwicklungen im hochwertigen Bereich zu etablieren und erste Schritte ins Luxussegment gewagt sind, eröffnen sich für uns ganz neue Märkte.

Sie sind neu aufgebrochen. Wohin soll die Reise gehen?

Johannes Schulte: Unser Nahziel ist Europa, unser Weitblick sucht aber auch Ziele darüber hinaus. Der Exportmarkt gewinnt für die Vorwerk Teppichwerke eine immer größere Bedeutung. Auf diesen Märkten sind wir nur mit Produkten erfolgreich, die in der Gestaltung internationalen Maßstäben standhalten.

Hilft Ihnen der Name Ulf Moritz auf dem internationalen Parkett?

Johannes Schulte: Unsere Zusammenarbeit mit dem international erfolgreichen und renommierten Designer Ulf Moritz hilft uns auf dem Weg unsere Ziele zu erreichen. Die Erfolge der ersten Kollektionen beweisen eindrucksvoll, dass intelligentes und kreatives Design einen messbaren positiven Effekt beim Absatz erzielt. Mehr noch, es ist die Voraussetzung. Die Tatsache, dass Vorwerk in Europa obendrein bereits einen Namen als Qualitätsmarke hat, kommt uns zusätzlich zugute.

Beziehen Sie das Objektgeschäft in diese Strategie mit ein?

Johannes Schulte: Neue Märkte zu erschließen bedeutet auch aktiv in neue Zielsegmente hineinzugehen. Hier investiert Vorwerk seit langem wieder sehr viel Geld und Schaffenskraft, um im traditionellen Objektgeschäft zum Beispiel eine eigene textile Fliesenkollektion wettbewerbsfähig vermarkten zu können. Des Weiteren ist das hochwertige und anspruchsvolle Fünfsterne-Hotelgeschäft bei uns im Fokus.

Mit dem neuen Slogan "Neues | Raum | Gefühl" bringen Sie Emotionalität in das Wohn- und Objektgeschäft und stellen Ihre Gestaltungskompetenz unter Beweis. Bedeutet das langfristig auch eine Neuausrichtung oder Diversifizierung Ihres Angebotes?

Johannes Schulte: Wertigkeit und Kompetenz harmonieren in beiden neuen Geschäftsfeldern und zeigen neue Möglichkeiten auf. Eine grundsätzliche Neuausrichtung bleibt damit für die Zukunft nicht ausgeschlossen. Unser Slogan "Neues | Raum | Gefühl" lässt genügend Spielraum für Interpretationen und unsere Visionen für diese Perspektiven sind eine eigene Geschichte.

Was bedeutet das konkret?

Johannes Schulte: Wir bestimmen die Grenzen unseres Handelns selbst. Und wir müssen immer wieder den Mut aufbringen, diese Grenzen zu überschreiten. Wir sind erst am Anfang. Und auch die Frage nach neuen Produktfeldern, neuen Technologien steht im Raum. Statements, Provokationen, der Schritt über die eigenen Grenzen… Die Entscheidung vor drei Jahren war ein solcher Schritt - und er trägt Früchte. Die Teppichwerke erwirtschaften nachhaltig Gewinn, die Investitionen in neue Fertigungstechniken, neue Designs und neue Produkte liegen im zweistelligen Millionenbereich. Dies ist ein eindeutiges Statement zur Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.

Vorwerk wird künftig zum Experten für ganzheitliche Raumgestaltung?

Johannes Schulte: Mit dem Slogan "Neues | Raum | Gefühl" haben wir die Vorwerk Teppichwerke strategisch wie kommunikativ neu aufgestellt und stellen neben dem Thema Qualität jetzt auch unsere Innovations- und Einrichtungskompetenz deutlich unter Beweis. Das richtige Gespür für Material, Farbe, Licht und Raumwirkung sowie Sensibilität für Trends und Strömungen sind unsere Grundlage um Produkte zu gestalten, die ein neues Raumgefühl entstehen lassen. Unsere Produktneuentwicklungen profitieren noch stärker von dieser Erfahrung und folgen damit ganz unserer Strategie für die Zukunft.

Zählen Sie sich zu den Erneuerern?

Johannes Schulte: Im übertragenen Sinn ist das Ziel unserer Reise die Entwicklung zu einem Anbieter, der die unternehmerischen Maxime "ständige Erneuerung" wieder fortwährend mit Leben erfüllt. Die Firmengeschichte ist lebendes Beispiel für Innovationskraft. Immer wieder ist es dem Unternehmen gelungen, mit überraschenden und ehrgeizigen Entwicklungen neue Maßstäbe für sich und andere zu setzen. Vorwerk war 1883 das erste Unternehmen welches die Teppichproduktion nach Deutschland geholt hat. Nur am Rande sei hier auch die "Bodenreform" erwähnt, mit der die Vorwerk Teppichwerke in den 1980er Jahren die Kunst auf den Boden gebracht und seither mit über 100 international renommierten Künstlern zusammengearbeitet haben. Oder in jüngerer Zeit Forschungsprojekte zum Thema "Intelligente Textilien". Auch in puncto Umweltschutz und Gesundheitsprävention haben wir freiwillige Anstrengungen unternommen, die heute Maßstäbe setzen. Heute führen wir das fort, für das Vorwerk seit 125 Jahren steht. Es ist alles eine Frage des Anspruchs an sich selbst.

Ihr Fazit?

Johannes Schulte: Mein Fazit: Vorwerk ist ein Beweis dafür, dass Unternehmerwille, Kreativität, Schaffenskraft und ein immerwährende Neubeginn die Formel für den Erfolg sind.



Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Vorwerk Teppichwerke

Ingo Spring
Stilcken + Goettges
Agentur für Kommunikation
Esplanade 36

20354 Hamburg

Tel.: 040 / 41 41 07-21
Fax: 040 / 41 04 34 8
E-Mail: presse@vorwerk-teppich.de

Vorwerk & Co.
Teppichwerke GmbH & Co. KG
Kuhlmannstraße 11
31785 Hameln
Tel.: 05151 / 103-0
Fax: 05151 / 103-377
Internet: www.vorwerk-teppich.de

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